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DVGW-Studienpreis

Was ist der DVGW-Studienpreis?

Der DVGW verleiht zur Förderung des Nachwuchses im Energie- und Wasserfach Studienpreise.

Die DVGW-Studienpreise sind mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und werden für sehr gute Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten verliehen, die aktuell auf dem Gebiet des Gas- und Wasserfachs erstellt worden sind.

Der DVGW-Studienpreis Gas wird auch 2016 wieder im Rahmen der gat/wat verliehen. Die Verleihung findet im Rahmen des Get-togethers am Dienstag, den 8. November 2016, statt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.dvgw.de/studienpreis

Die Gewinner 2015

Gruppenfoto mit den DVGW-Studienpreisträgern Gas und Wasser 2015
DVGW-Studienpreisträger Gas und Wasser 2015: Dr. Waider (DVGW), Beyer, Behle, Zambrano Garcia, Strauch, Armbruster, Klawon, Bohnau, Dr. Hüwener (DVGW). Es fehlt: Rozova; (C) DVGW, otzipka.de

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) hat am 26. Oktober 2015 auf seinem Jahreskongress gat 2015 in Essen vier herausragende akademische Arbeiten im Bereich Gas prämiert. DVGW-Vizepräsident Dr. Thomas Hüwener nahm die Ehrung der Nachwuchsingenieure vor. Der Studienpreis Gas ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.

Jan Peter Bohnau führte im Rahmen seiner Diplomarbeit, die er am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erstellt hat, experimentelle Untersuchungen zur katalytischen Entfernung von Sauerstoff mittels Oxidation von Methan unter brennstoffreichen Bedingungen durch. Dieses neuartige Verfahren bietet vor allem bei der Entfernung von größeren O2-Frachten aus einzuspeisendem Biogas ökonomische Vorteile gegenüber dem bisherigen Stand der Technik. Der Fokus der Arbeit lag auf Untersuchungen zur Stabilität der eingesetzten Katalysatoren bei Beaufschlagung mit kritischen Begleitkomponenten von Biogas. Neben den experimentellen Arbeiten im Labor besteht eine Besonderheit der Arbeit aus einer Versuchskampagne an einer bestehenden Biogaseinspeiseanlage. Dies unterstreicht die Praxisrelevanz der Arbeit und die Bedeutung der Ergebnisse für das Gasfach.

Wiebke Klawon beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit dem Ausbau eines bestehenden Hochdruckgaszählerprüfstands. Dieser soll derart erweitert werden, dass er in einem geschlossenen Kreislauf durch Ergänzung um einen Verdichter zur Kompensation des Druckverlustes unabhängig von den versorgungstechnischen Randbedingungen der an den Zählerprüfstand angeschlossenen Leitungssysteme betrieben werden kann. Aufgrund einer bestehenden standortübergreifenden Kooperation wurde die Aufgabe für Frau Klawons Masterarbeit im Fachgebiet Fluidtechnik der Technischen Universität Dortmund gestellt. Immatrikuliert war Frau Klawon an der Ruhr-Universität Bochum.

Anselm Strauch betrachtet in seiner an der Universität Duisburg-Essen erstellten Bachelorarbeit das Potenzial großtechnischer Industrieanlagen zur Speicherung von überschüssiger, volatil anfallender, regenerativ erzeugter elektrischer Energie in Form von Methan. Zur Speicherung des synthetisch erzeugten Methans kann die vorhandene Erdgasinfrastruktur genutzt werden. Herr Strauch führte die Standortbetrachtung für eine reale Kokerei durch und bezog dabei die verschiedenen Einbindungsmöglichkeiten der Technik in die Kokerei und die verfügbare Infrastruktur mit ein. In einem weiteren Schritt wurden für den Kokereistandort vier unterschiedliche Konzepte ausgearbeitet und hinsichtlich der technischen Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit vergleichend bewertet. Hierbei wurde gezeigt, wie durch Nutzung vorhandener Infrastruktur der Industrieanlage ein Speichersystem für erneuerbare elektrische Energie realisiert werden kann, das im Vergleich zu bestehenden Power-to-Gas-Pilotanlagen sowohl eine verbesserte Kosten-, als auch eine erhöhte Energieeffizienz ermöglicht.

Andres Zambrano Garcia hat mit seiner an der Fachhochschule Köln und in Zusammenarbeit mit Bosch erstellten Masterarbeit ein aktuelles, innovatives Thema des Gasfachs bearbeitet. Die Masterarbeit zeigt für die Heiztechnik auf, wie im Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung kontinuierlich erfasste Nutzungs- und Anlagendaten zur Optimierung bspw. von Heizungsanlagen beitragen. Dazu werden bestehende Verfahren im Bereich des maschinellen Lernens und der Datenanalyse auf reale Gasheizungsanlagendaten angewendet. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen im Umfeld vernetzter Heizthermen außerordentliches Potenzial für eine Anwendung in der Praxis.

 

Wir gratulieren ganz herzlich!

Ansprechpartnerin

Nadine Kalisch

Tel.: 030 79473670

E-Mail: kalisch[at]dvgw.de